Gleichberechtigung muss honoriert werden

 
 

In Kirchlinteln gibt es aktuell Befürchtungen, dass das Amt der nach Ottersberg wechselnden Gleichstellungsbeauftragten Marlies Meyer zukünftig nicht mehr hauptamtlich nachbesetzt werden könnte. Die CDU-Mehrheitsfraktion im Kirchlinteler Rat soll eine Stellenstreichung beabsichtigen.

 

Künftig - so offenbar die dortige Vorstellung - solle der Job nur noch ehrenamtlich ausgeführt werden. Unsere SPD-Landtagskandidatin Dr. Dörte Liebetruth (Landtagswahlkreis Verden) und ich kritisieren die Pläne zutiefst.

Schon der bisherige Stellenumfang von nur 10 Stunden für die Gleichstellungsbeauftragte bewegte sich an der untersten Grenze. Dass die Kirchlintelner CDU nun scheinbar ernsthaft überlegt, mit ihrer absoluten Mehrheit eine nur noch ehrenamtliche Besetzung der Stelle durchzudrücken, zeigt deutlich, welche rückständige Haltung man dort vertritt.

Eine Stellenstreichung wäre ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die für die Gleichberechtigung von Frauen und Männer aktiv eintreten. Als Sozialdemokratinnen setzen wir uns für die Gleichstellung ein und unterstützen daher konsequent Vorhaben, diese zu fördern. Dazu verpflichtet uns auch das Grundgesetz. Wir sehen Gleichstellung nicht nur als grundsätzliche Aufgabe mit Verfassungsrang, sondern als tägliche Herausforderung. Nimmt man das Amt ernst, dann sind zehn hauptamtliche Stunden das absolute Minimum für eine kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Kirchlinteln. Wir appellieren daher an alle Kirchlintler Ratsmitglieder, besonders die CDU-Mehrheit im Gemeinderat, mindestens die jetzigen 10 bezahlten Stunden einer Gleichstellungsbeauftragten für die Gemeinde aufrechtzuerhalten.

 
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